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Obwohl sich bei der SAP AG mehrere Abteilungen um die Usability kümmern, wird SAP-Software von vielen Benutzern mehr als Plage denn als Genuss empfunden. Wie kommt das? SAP-Software wird nicht einfach installiert, sondern wird vom Kunden im Unternehmen erst auf die internen Strukturen und Geschäftsprozesse angepasst - und damit stark verändert. Bei diesem so genannten Customizing spielt Usability selten eine Rolle und das Ergebnis ist oft entsprechend unbefriedigend. Dabei kann mit einem ziel-, aufgaben- und benutzerorientierten Vorgehen die Usability auch bei der SAP-Einführung verbessert werden. Gemeinsam mit Benutzern, SAP-Anwenderbetrieben und SAP-Beratern entwickelten wir eine Vorgehensweise für Usability Management in SAP-Projekten. In jeder der Phasen Projekteinstieg, Anforderungsanalyse, Sollkonzeption, Realisierung, Schulung und GoLive & Optimierung kann die Usability positiv beeinflusst werden. Für bereits eingeführte SAP-Software gibt es das Verfahren Usability Care. Der Vortrag wird begleitet vom Launch des Buches "Usability Management bei SAP-Projekten. Grundlagen - Vorgehen - Methoden", das im Spätsommer bei Vieweg erschienen ist.
Jörn Hurtienne studierte Psychologie, Marketing und Life Sciences in Berlin und Brighton. Seit 1996 in der Usability Forschung tätig (frühe Themen: WWW und multimodale Systeme). 1999-2000 Usability Freelancer, 2001-2007 Usability Berater im bao - Büro für Arbeits- und Organisationspsychologie GmbH, seit 2004 Promotion im Graduiertenkolleg prometei der TU Berlin. Beratungsschwerpunkt ist Usability bei Entwicklungs- und Customizingprojekten bei betriebswirtschaftlicher Software. Forschungsschwerpunkt ist "Design for Intuitive Use".
Claudia Prümper studierte Betriebswirtschaft mit den Schwerpunkten Steuerrecht, Rechnungswesen und Personal/Organisation in Berlin. Von 1998 bis 2002 war sie als Beraterin im bao - Büro für Arbeits- und Organisationspsychologie beschäftigt. Ihre Schwerpunkte lagen in den Bereichen Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie Personalauswahl und -entwicklung. Seit 2002 ist sie Geschäftsführerin der bao GmbH.
Prof. Dr. Jochen Prümper studierte Wirtschafts- und Organisationspsychologie in Utrecht/NL, Landau in München, promovierte in Gießen und als seit 1995 Inhaber einer Professur für Wirtschafts- und Organisationspsychologie an der FHTW Berlin. Zuvor sammelte er als arbeitswissenschaftlicher Leiter eines Unternehmens der IT-Branche umfangreiche Erfahrungen im Change Management bei IT-Projekten. Er ist Autor zahlreicher internationaler Publikationen zu den Themen Software-Ergonomie und Usability Engineering, Personalmanagement bei computergestützter Büroarbeit, Umsetzung der Bildschirmarbeitsverordnung sowie Analyse und Gestaltung von Arbeits- und Organisationsprozessen.
Das Graduiertenkolleg prometei (Prospektive Gestaltung von Mensch-Technik-Interaktion) entwickelt und integriert Methoden, Verfahren und Werkzeuge zur Berücksichtigung der Mensch-Maschine-Interaktion bereits in frühen Phasen der Gestaltung technischer Systeme. Zentrale Fragen der prospektiven Gestaltung von Mensch-Maschine-Interaktion werden interdisziplinär und domänenübergreifend bearbeitet. Das Graduiertenkolleg ist organisatorisch am Zentrum Mensch-Maschine-Systeme der Technischen Universität Berlin angesiedelt. Das Portfolio der Wissenschaftler der Technischen Universität wird ergänzt durch Partner aus der Humboldt Universität zu Berlin und aus dem Fraunhofer Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik.
Das bao – Büro für Arbeits- und Organisationspsychologie GmbH ist eine umsetzungsorientierte Beratungsgesellschaft für Fragen rund um den Menschen in der Organisation. Die Beraterinnen und Berater verfügen als Diplom-Psychologen, Diplom-Informatiker und Diplom-Betriebswirte über umfangreiche Erfahrungen im Einsatz von arbeits- und organisationspsychologischen Methoden auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die Beratungsschwerpunkte der bao GmbH liegen in den Bereichen Organisationsdiagnose und -entwicklung, Software-Ergonomie und Usability Engineering, Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie Personalauswahl und -entwicklung. In ihrer Beratungsarbeit verfolgt die bao GmbH einen soziotechnischen Ansatz: Ziel ist es, Organisation und Technik im Zusammenhang menschengerecht und produktiv zu gestalten. Zu ihren Beratungsschwerpunkten führt die bao GmbH kontinuierlich Forschungsprojekte durch und nutzt die Ergebnisse, um ihren Beratungsansatz laufend zu optimieren.
Die FHTW – Fachhochschule für Technik und Wirtschaft ist die größte und vielfältigste Berliner Fachhochschule. Die fünf Fachbereiche der FHTW bieten ein bemerkenswert breites Fächerspektrum in den Bereichen Technik, Informatik, Wirtschaft, Kultur und Gestaltung. Rankings bescheinigen der FHTW regelmäßig eine vorzügliche Ausbildungsqualität. Fremdsprachen sowie Schlüsselqualifikationen kommt eine große Bedeutung zu. An der FHTW werden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sowie innovative Bildungs- und Kulturprojekte in einem breiten thematischen Spektrum realisiert. Themen der Informationsgesellschaft werden dabei ebenso behandelt wie umwelt- und energiebezogene Problemstellungen. Als besonders innovative Hochschule wurde die FHTW mehrfach ausgezeichnet: für ihre Reformen im Hochschulmanagement, für ihr umfangreiches Ausbildungs-, Beratungs- und Serviceangebot im Bereich kleine und mittelständische Unternehmen und Existenzgründung sowie für ihr Engagement zugunsten der Gleichstellung der Geschlechter.
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