Im Vortrag erörtern wir, wie erfolgreiche Innovationen auf einer tiefen Berührung des Kunden beruhen. Während der Arbeit der letzten 10 Jahre entwickelten wir ein konzeptuelles User Experience Modell, das wir Neurosemiotik nennen. Wir integrieren darin Erkenntnisse aus der Semiotik, dem Design Thinking, der Psychoanalyse und in Teilen der zeitgenössischen Neuroforschung. Wir unterscheiden dabei drei grundlegende psychologische Erlebnisebenen: das Reale, das Implizite, und das Explizite. Diese drei Ebenen lassen sich als Ordnungsstruktur für die Produktstrategie und die UX-Design-Lösung verwenden. Sie dienen der Etablierung von Mess- und damit Management Systemen. Anhand von drei Beispielen aus den Bereichen Smart TV, Lichttechnik und Kaffee möchten wir die erfolgreiche Anwendung des Frameworks für das Verständnis von Innovationen darstellen. Der Beitrag besteht im Entdecken von latenten Kundenbedürfnissen und der Identifizierung maßgeblicher Treiber. Unser neurosemiotisches User Experience Modell stellt einen ganzheitlichen Ansatz des Verständnisses von User Experience dar, es untersucht kognitive, behaviorale und affektive Prozesse der Produktnutzung.

